Festtag 100 Jahre Orden „Sisters ot the Destitute“

(08.09.2026)

Der Münchner Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, hat am 3. September einen Gottesdienst im Barmherzige Brüder Krankenhaus in München gefeiert. Anlass war das bald 100-jährige Bestehen der 1927 gegründeten Ordensgemeinschaft „Sisters of the Destitute“. 

„Jesus zu folgen heißt, zu den Kranken zu gehen.“ 

Kardinal Reinhard Marx feiert Gottesdienst im Barmherzige Brüder Krankenhaus in München zu Ehren der „Sisters of the Destitute“

Für Kardinal Reinhard Marx gehört es zu den größten Herausforderungen der menschlichen Gemeinschaft, dass die Stunde des Todes für jeden einzelnen Menschen in Würde stattfinden kann. „Das muss die Kirche in ihrem Wirken immer wieder deutlich machen. Nicht nur darüber reden, sondern es in ihren Krankenhäusern und Heimen auch Tag für Tag praktizieren“, sagte der Erzbischof von München und Freising am 3. September, bei einem Gottesdienst, den er mit Blick auf das bald 100-jährige Bestehen der 1927 gegründeten Ordensgemeinschaft „Sisters of the destitute“ in der Kirche des Barmherzige Brüder Krankenhauses in München feierte. 

Pater Thomas Väth, 2. Provinzrat und Rechtsträgervertreter des Ordens der Barmherzigen Brüder in Bayern sowie Pfarrer Augustinus Bauer von Christkönig in München-Nymphenburg konzelebrierten. Kardinal Marx dankte den Schwestern des Ordens, die in der Klinik für Palliativmedizin des Krankenhauses tätig sind, für ihren selbstlosen Einsatz und ihr Geschenk an die Menschen, die ihren letzten Weg im Zeichen des Heiligen Geistes gehen und dabei auch Hoffnung erleben könnten.

Er könne und wolle sich keine Welt vorstellen, so Marx, in der die Ausrichtung auf die Schwachen, Kranken, Armen und Sterbenden vergessen werde und nur noch die Starken und Reichen zählten. „Dem Weg Jesu zu folgen, heißt, nicht nur zu beten, sondern zu den Kranken, den Sündern und Verwundeten zu gehen. Es gibt fast keinen Auftritt von Jesu, ohne dass er über die Schwachen, Sünder, Verletzten oder Sterbenden redet“, unterstrich der Kardinal. Dass die Nachfolge Jesu vor allem auch bedeute, sich für das Heil anderer aufzuopfern, sei ein großes Geschenk der Kirche, sagte Marx. Er verwies in seiner Predigt darauf, dass so viele Menschen aus dem Evangelium ihre Kraft „schöpfen und ihr Leben verschenken für die Armen, Kranken, Sterbenden“.   

Der Orden der „Sisters of the Destitute“ (SD), der Schwestern der Ärmsten und Notleidenden, wurde 1927 in Südwestindien gegründet und hat die Jubiläumsfeierlichkeiten bereits in diesem Jahr in Indien eingeläutet. Seit über 30 Jahren leisten die Schwestern des weltweit tätigen Ordens, dem inzwischen rund 1.400 Frauen angehören, ihren Dienst in München in der Klinik für Palliativmedizin und im Johannes-Hospiz. Sie geben hier zusammen mit Mitarbeitenden verschiedener Professionen schwerstkranken und sterbenden Menschen pflegerische Hilfe und seelischen Beistand. Ebenso sind sie im deutschsprachigen Raum im Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg sowie in Altenheimen in Düsseldorf und Kritzendorf (Österreich) tätig. 

Am Festtag nahmen der Provinzial der Ordensprovinz Europa Mitte, Frater Rudolf Knopp aus Wien, die Münchner Oberin, Schwester Grace Maria Kudakuthiyil, Ordensschwestern aus München und den anderen Regionen, Barmherzige Brüder, Krankenhausgeschäftsführerin Dr. Nadine Schmid-Pogarell, Chefarzt Dr. Marcus Schlemmer, Hospizleiter Ulrich Heller sowie Mitarbeitende aus der Klinik für Palliativmedizin, dem Johannes-Hospiz München sowie der Ordensverwaltung teil. Im Klostergarten der Barmherzigen Brüder gab es anschließend noch ein geselliges Beisammensein. 

Text unter Verwendung der Pressemeldung des Erzbistums München und Freising vom 04.09.2026

Fotos: (c) Christine Beenken / Barmherzige Brüder Krankenhaus München