Diamantenes Professjubiläum in Neuburg

(10.11.2025)

Ein seltenes Jubiläum konnte am 8. November in Neuburg gefeiert werden: Frater Donatus Wiedenmann legte vor 60 Jahren seine einfachen Ordensgelübde ab. Der Festtag war ein Tag des Dankes. 

Dank für sechzig Jahre treuen Dienst

Diamantenes Professjubiläum von Frater Donatus Wiedenmann

Eine große Schar von Mitfeiernden, darunter auch Provinzial Pater Saji Mullankuzhy aus Wien war am 8. November nach Neuburg gekommen, um mit Frater Donatus Wiedenmann sein 60-jähriges Professjubiläum zu feiern. Sie brachten dem ehemaligen Provinzial der Bayerischen Provinz (1992 – 2001) ihren Dank und ihre Wertschätzung zum Ausdruck und feierten in der Klosterkirche St. Augustin einen festlichen Gottesdienst.

In der Klosterkirche des Alten- und Pflegeheims strahlten weiße und gelbe Blumen in den Kirchenfarben und verliehen dem Raum eine feierliche Atmosphäre. Außerdem war vor dem Altar ein Päpstlicher Segen und eine Jubiläumskerze für den Jubilar aufgestellt. Mit diesem festlichen Schmuck lud die Kirche Barmherzige Brüder, Vertreterinnen von Schwesterngemeinschaften, Ehrenmitglieder, Angehörige und Mitglieder der Hausgemeinschaft von St. Augustin zur Mitfeier des Professjubiläums von Frater Donatus ein.

Vielfältiger Dienst für die Mitmenschen

Der Hauptzelebrant des Gottesdienstes, der frühere Hausseelsorger Pater Johann Schurm von den Oblaten des hl. Franz von Sales sagte Frater Donatus im Namen der Mitfeiernden Dank für sechzig Jahre Treue im Orden. Die Eucharistiefeier böte dafür die beste Gelegenheit, denn der griechische Begriff „eucharistia“ bedeute „Danksagung“. Pater Schurm zeigte sich in seiner Predigt erfreut, dass Frater Donatus von Gott mit der Berufung zum Barmherzigen Bruder beschenkt worden ist und dass er diese Berufung in vielfältigen Diensten und Aufgaben für kranke, behinderte und bedürftige Menschen fruchtbar werden ließ.

Der Zelebrant erinnerte an das Jahr 1965, als Frater Donatus Wiedenmann seine Einfache Profess abgelegt hat. Es war ein Jahr des gesellschaftlichen und kirchlichen Aufbruchs gewesen. Das Zweite Vatikanische Konzil wurde abgeschlossen, und die Bayerische Ordensprovinz stand mit über 150 Brüdern personell gut da. Pater Schurm stellte dieses Jahr des Aufbruchs dem Jahr 2025 gegenüber, welches durch Krisen in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche gekennzeichnet ist. Er äußerte dennoch die Zuversicht, dass die Feier des Professjubiläums von Frater Donatus als ein hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft verstanden werden kann.

Verbindung von Gottes- und Nächstenliebe

Die Kirche lebt nicht nur von Zahlen, sondern vor allem von Zeugen, sagte der Ordenspriester. Frater Donatus hat sich, ähnlich wie Johannes von Gott, dem Dienst an armen, kranken und ausgegrenzten Menschen gewidmet und ist dabei stets mit Gott verbunden geblieben. Abschließend ermutigte Pater Schurm, darauf zu vertrauen, dass Gott auch künftig auf seine Weise Menschen zum Ordensleben beruft.

Nach dem Gottesdienst zogen die Festgäste in den Johannes-von-Gott-Saal, wo sie ein festliches Mittagsmahl einnahmen. Während der Feier brachte auch Prior Frater Benedikt Hau seine Dankbarkeit Frater Donatus gegenüber zum Ausdruck und erinnerte an die Professformel, in welcher der Professkandidat verspricht, sich „mit ganzem Herzen der Ordensfamilie zur Verfügung“ zu stellen. Der Professjubilar habe diese Verfügbarkeit in über 60 Ordensjahren erwiesen, insbesondere als Prior, Provinzrat und Provinzial. Frater Benedikt sprach im Namen aller seinem Mitbruder für diese Treue und Beharrlichkeit ein herzliches „Vergelt’s Gott“ aus.

Text und Fotos: Frater Magnus Morhardt