Ausgezeichnetes Schulprojekt

(21.05.2026)

Die Wirtschaftsschule in Neuburg a. d. Donau wurde für ihr soziales Engagement beim Renovabis-Schulwettbewerb ausgezeichnet. Das katholische Hilfswerk ehrte die Ganztagschülerinnen und -schüler für ihre regelmäßigen Besuche in unserem Alten- und Pflegeheim St. Augustin mit dem 2. Preis. 

‚Geben ist seliger als nehmen‘

Jugendliche für soziales Engagement beim Renovabis-Schulwettbewerb ausgezeichnet

Bei einem Empfang  am 8. Mai im Rokokosaal der Regierung  von Schwaben in Augsburg, würdigten der Augsburger Weihbischof Florian Wörner, Regierungspräsidentin Barbara Schretter, Renovabis-Hauptgeschäftsführer Professor Thomas Schwartz sowie Ehrengast Professor Harald Lesch das herausragende Engagement der Kinder und Jugendlichen zum Wohl des sozialen Miteinanders.

Der Schulwettttbewerb zum Thema „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ stand unter dem Motoo „‚zusammen-wachsen. Damit Europa menschlich bleibt“ und wurde vom Osteuropa-Hilfswerk der katholischen Kirche, Renovabis, im Rahmen der Pfingstaktion initiiert, die im Bistum Augsburg eröffnet wurde.

Insgesamt wurden drei Preise verliehen: Für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei der Königsbrunner Tafel sind Jugendliche der Brunnenschule Königsbrunn mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden.  (Preisgeld: 1.000 Euro). 

Freude schenken in unserem Altenheim St. Augustin in Neuburg

Die Ganztagsschülerinnen und -schüler der Wirtschaftsschule Max-von-Pettenkofer in Neuburg a. d. Donau wurden für ihre regelmäßigen Besuche im Alten- und Pflegeheim St. Augustin der Barmherzigen Brüder in Neuburg mit dem zweiten Preis belohnt (Preisgeld: 600 Euro). Den Preis nahm eine Delegation der Wirtschaftsschule sowie des Alten- und Pflegeheims St. Augustin in Empfang. 

Nach Angaben der Schule entstand die Idee zu den Besuchen bereits vor mehreren Jahren aus Überlegungen von Schülerinnen und Schülern des gebundenen Ganztags, die sich sozial engagieren wollten: „Seitdem verbringen Kinder und Jugendliche der Ganztagsklassen immer wieder Zeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern von St. Augustin, hören ihnen zu, führen Gespräche, spielen mit ihnen oder unternehmen Spaziergänge. Oft nutzen sie auch ihre Mittagspause, um zu besonderen Anlässen kleine Aufmerksamkeiten wie selbst gestaltete Weihnachtskarten zu basteln und zu überreichen. Diese Begegnungen eröffnen den jungen Menschen wichtige Einblicke in andere Lebensrealitäten und fördern Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Selbstwirksamkeit.", so beschreibt es Anita Landgraf, erweiterte Schulleitung  auf der Homepage. der Schule. In diesem Schuljahr besucht die Klasse 6a das Heim regelmäßig; begleitet von Projektinitiatorin Monique Skrock und Antonella Serra, die beide das externe Programm der Klasse betreuen.

In ihrer Laudatio hob Susanne Reif, Abteilungsdirektorin für Schulen bei der Regierung von Schwaben, die Vorbildfunktion der Wirtschaftsschule hervor: Schule vermittle nicht nur Wissen und Können, sondern bilde auch Herz und Charakter. Die Jugendlichen übernähmen Verantwortung im eigenen Sozialraum und entwickelten sich zu hilfsbereiten, aufgeschlossenen Erwachsenen.  So fördere das Schulprojekt nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern in besonderem Maße auch die Persönlichkeitsentwicklung.

Weitere Auszeichnungen

Den dritten Preis erhielten Schülerinnen und Schüler des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien für eine Spielzeugversteigerung zu sozialen Zwecken (Preisgeld: 400 Euro). 

Ein Sonderpreis wurde der Mädchenrealschule Maria-Ward in Kempten zuteil (Preisgeld: 250 Euro). Mit der Gründung von „Werte-Teams“ haben sie das Thema Inklusion mit verschiedenen Projekten in der gesamten Schulgemeinschaft umgesetzt.

„‚Geben ist seliger als nehmen‘, gibt uns Jesus mit auf den Weg (Apg 20,35). Es macht tatsächlich glücklich, für andere da zu sein, anzupacken, Zeit und Kraft zu schenken. Diese Erfahrung konnten einige Jugendliche der Königsbrunner Brunnenschule im Rahmen ihres regelmäßigen Einsatzes für bedürftige Menschen bei der Königsbrunner Tafel machen“, fasste Weihbischof Florian Wörner den Einsatz der Jugendlichen in seiner Laudatio zusammen. Seinen Dank verband der Weihbischof mit dem Wunsch auf ein Fortbestehen und eine Weiterentwicklung der Kooperation. „Sie leistet einen großartigen Beitrag zu mehr Mitmenschlichkeit, Solidarität und Inklusion. Sie ermöglicht den Jugendlichen das Erleben von Selbstwirksamkeit, ist sinnstiftend und macht glücklich.“

Den Wert einer gemeinschaftlichen Aktivität stellte auch der bekannte Professor für Astrophysik und Wissenschaftsjournalist, Harald Lesch, bei der festlichen Verleihung heraus: „Zusammen zu agieren und zusammen zu handeln, das ist etwas, das in uns Menschen sehr tief angelegt ist und uns ganz stark ausmacht.“ Mit anderen zusammen etwas gemeinsam zu bewirken, sei gerade in krisenhaften Zeiten wie heute ein wichtiges Instrument den Herausforderungen zu begegnen, so Lesch zur besonderen Bedeutung jedes einzelnen Schulprojekts. 

„Für mich ist jedes Projekt Sieger. Wer sich engagiert, gewinnt immer“, lobte auch die Regierungspräsidentin Barbara Schretter die vielfältigen Ideen, die an den Schulen für das Wohl der Gesellschaft umgesetzt wurden. Schulen seien nicht nur Orte, der Wissensvermittlung, sondern auch der Bildung von Herz und Charakter.   
 

HINTERGRUND:
Der Wettbewerb wurde ausgeschrieben, um soziale Projekte hervorzuheben, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und dem Motto der Pfingstaktion „zusammen_wachsen“ ein reales Gesicht verleihen. Er richtete sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis elf im Bistum Augsburg. Gesucht wurden Projekte, die das Gemeinschaftsgefühl in Schule oder Gemeinde fördern, sich für benachteiligte Menschen einsetzen, Brücken innerhalb der Gesellschaft bauen oder für Mitmenschlichkeit werben. Insgesamt hatten sich 13 Klassen für den Preis beworben.

Die Jury bestand aus Weihbischof Florian Wörner, Bischofsvikar für Schule im Bistum Augsburg, Prof. Dr. Thomas Schwartz, Hauptgeschäftsführer von Renovabis und Susanne Reif, Abteilungsdirektorin im Bereich Schulen bei der Regierung von Schwaben.

 

FOTO:
Die Preisträgerinnen und Preisträger der Staatlichen Wirtschaftsschule in Neuburg mit Susanne Reif, Abteilungsdirektorin des Bereich Schulen, Weibischof Florian Wörner, Prof. Harald Lesch, Regierungspräsidentin Barbara Schretter und Renovabis-Hauptgeschäftsführer Prof. Thomas Schwartz
(c) Nicolas Riedmiller/Renovabis

Renovabis ist das Osteuropa-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland.Renovabis | Hilfe für Menschen im Osten Europas

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