Auf den Spuren des seligen Eustachius Kugler

(07.07.2025)

Bei heißem Wetter machten sich 70 „Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung“ – nach dem Motto des Heiligen Jahres 2025 – am 5. Juli auf einen Weg, den der selige Eustachius Kugler in seiner Kindheit und Jugend oft gegangen ist. Die Pilgerroute führte von Nittenau an seinen Geburtsort Neuhaus und wieder zurück. In Reichenbach, wo Eustachius Kugler seine ersten Schritte im Orden gemacht hatte, feierten die Wallfahrer einen Gottesdienst in der Klosterkirche.


 

Unterwegs als Pilger der Hoffnung

Wallfahrt auf den Spuren des seligen Eustachius Kugler

Es war eine inklusive Pilgergruppe aus Algasing, München, Regensburg, Reichenbach und Straubing, die sich am Morgen des 5. Juli in der Pfarrkirche von Nittenau versammelte. Pater Thomas Väth (Regensburg) und Maria Schrallhamer (Algasing) stimmten in der Taufkirche des seligen Eustachius Kugler die Wallfahrer mit einem ersten Impuls auf den etwa vier Kilometer langen Weg nach Neuhaus ein. Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung verstünden sich als solidarische Gemeinschaft der Hospitalität in Höhen und Tiefen, so lautete ein Gedanke der Andacht. 

Besinnliche Impulse 

Angeführt durch das Kreuz und begleitet durch zwei Eustachius-Kugler-Fahnen machten sich Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitende, Brüder und Freunde des Ordens auf den Weg, der in etwa dem Schulweg des 2009 seliggesprochenen Barmherzigen Bruders entsprach. Feuerwehrleute aus Reichenbach sorgten für Sicherheit im Verkehr und nahmen auf dem Rückweg einige Pilgernde netterweise mit. Unter schattigen Bäumen waren die Teilnehmenden zum besinnlichen Innehalten und Staunen über die Schönheit von Gottes Schöpfung eingeladen. 

Willkommene Rast

Nach dem Anstieg nach Neuhaus hinauf bot die Eustachius-Kapelle eine willkommene Möglichkeit zu Rast und Stärkung. Die Pilgernden nutzten den Besuch am Geburtsort des Seligen zu einem weiteren Impuls mit einem Wort Eustachius' Kuglers und einem Gebetsruf um den Frieden im Kleinen wie Großen. Trotz der größer werdenden Hitze machte sich die Pilgergruppe – jetzt bergab – gern auf den Weg zurück nach Nittenau. Denn in Reichenbach winkte bereits das Mittagessen. 

Nach der leiblichen Stärkung in der Klosterschänke schloss der Pilgertag in der Reichenbacher Klosterkirche mit einer heiligen Messe, die Pater Thomas, assistiert durch Diakon Werner Szörenyi (Reichenbach), zelebrierte und die neben den Pilgerinnen und Pilgern auch Gläubige der Gemeinde mitfeierten. 

Text und Fotos: Frater Magnus Morhardt

FOTOS:
obere Reihe: Pfarrkirche in Nittenau; Pater Thomas Väth und Maria Schrallhamer (Algasing) mit Impulsen für die Pilgernden;  Pilgerschar unterwegs und bei den einzelnen Stationen mit Pater Thomas 
dritte Reihe: Neuhaus, der Geburtsort des Seligen; Eustachius-Kugler-Kapelle; 
letzte Reihe: Reichenbach, Gottesdienst von Pater Thomas Väth, assistiert von Diakon Werner Szöreny (Reichenbach)