Hospizarbeit/Palliativmedizin bei den Barmherzigen Brüdern
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Palliativstation St. Johannes von Gott, Krankenhaus München
Palliativstation am Krankenhaus Regensburg
Verein zur Förderung des Johannes-Hospizes
Verein zur Förderung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Regensburg und der Hospizarbeit
Download: Sonderausgabe Hospizarbeit der Zeitschrift Misericordia, Oktober 2006 (ca. 1 MB)
Die Barmherzigen Brüder versprechen neben den klassischen Gelübden Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit als viertes Gelübde Hospitalität. Das lässt sich mit Gastfreundschaft übersetzen. Die ganzheitliche Betreuung der Kranken bis hin zur würdigen Begleitung Sterbender gehört schon seit über 400 Jahren zum Programm des Ordens. Diese Haltung wurde im Wirken des Ordensstifters Johannes von Gott (1495 - 1550) grundgelegt.
Nach ihm wurde 1991 auch die erste Palliativstation in Bayern am Krankenhaus Barmherzige Brüder in München benannt: Palliativstation St. Johannes von Gott. Damit gehören die Barmherzigen Brüder zu den Pionieren der Hospizarbeit in Bayern. Im Oktober 2001 wurde am Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg eine weitere Palliativstation eröffnet.
Während auf einer Palliativstation die Verweildauer der Patienten von der medizinischen Notwendigkeit, zum Beispiel einer Schmerzbehandlung, abhängt, können die Bewohner eines stationären Hospizes ihr Leben dort zu Ende führen. Die Barmherzigen Brüder bauten deshalb in München ein "Stationäres Hospiz", das im Herbst 2004 bezogen wurde.
Zur ideellen und materiellen Unterstützung wurde bereits 1991 der Verein zur Förderung des Johannes-Hospizes in München gegründet. Die Barmherzigen Brüder sind außerdem neben dem Bayerischen Staat, dem Bayerischen Hospizverband und dem Christophorus-Hospizverein Gründungsmitglied der 1999 errichteten Bayerischen Stiftung Hospiz.
Beim Aufbau der Palliativstationen und der Hospizarbeit setzte der Orden von Anfang an auf die Vernetzung mit anderen Diensten. So ist die Palliativstation der Barmherzigen Brüder in München von Anfang an eng verknüpft mit dem Ambulanten Hospiz der Caritas und mit den Maltesern, die den Sozialdienst der Palliativstation finanzieren. Diese Partner begleiten und koordinieren auch den wichtigen Einsatz ehrenamtlichen Hospizhelfer.

