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Der Orden weltweit:



Die Barmherzigen Brüder sind auf allen fünf Kontinenten tätig.


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Bruder sein ...

Was machen Orden eigentlich?

Das ist von Orden zu Orden sehr unterschiedlich. Im Allgemeinen kann man sagen, dass ein Orden eine Lebensgemeinschaft religiös verbundener Männer oder Frauen ist, die im Rahmen der Kirche nach bestimmten Gelübden und Regeln leben und spezielle Aufgaben übernehmen.

Fragen und Antworten ...
 


Wo liegen die Wurzeln zu einem Leben in einer Ordensgemeinschaft?

Die Wurzeln des Ordenslebens, das man als "Leben für Gott im Streben nach eigener Vollendung, in der Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern, im Dienst für Kirche und Welt" definieren kann, liegen in der Askese der ersten Jahrhunderte des Christentums. Prägende Männer für das Ordensleben sind der Kirchenlehrer Augustinus (+ 430), Benedikt von Nursia (+ 547) und Franz von Assisi (+1226).

Das Konzil von Trient bemüht sich im 16. Jahrhundert, dem vielfältigen Ordensleben einen neuen Rahmen zu geben. Fast zur selben Zeit entstehen Ordensgemeinschaften, die sich im besonderen um Kranke und Arme kümmern, so die Barmherzigen Brüder, die sich auf Johannes von Gott (+ 1550) zurückführen, und die Barmherzigen Schwestern, die sich auf Vinzenz von Paul (+ 1660) berufen.

Viele Neugründungen - gerade von Frauenkongregationen - antworten auf konkrete Nöte des 19. Jahrhunderts. Der Missionsauftrag der Kirche wird durch die Missionsbenediktiner und Steyler Missionare neu aufgegriffen.

Das Zweite Vatikanische Konzil fordert von den Ordensleuten einerseits die Rückkehr zu ihren Quellen und andererseits das Erkennen der „Zeichen der Zeit“ durch die „Anpassung an die veränderte moderne Welt".

Neuere Entwicklungen sind die sogenannten Säkularinstitute, die ein Leben nach den evangelischen Räten (Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam) außerhalb von Klöstern anstreben.


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Ist ein Orden noch zeitgemäss?

Der beste Beweis dafür, dass die Barmherzigen Brüder heute noch aktuell sind, sind unsere sozialen Einrichtungen: zur Zeit weltweit mehr als 250. In Deutschland gibt es vier Behinderten- und drei Alteneinrichtungen, drei Krankenhäuser, die Kneipp’schen Stiftungen sowie zwei Palliativstationen für Sterbenskranke (siehe Einrichtungen). Überall arbeiten wir gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Wir haben nicht nur das Ziel, die bisherigen Einrichtungen auf dem neuesten Stand zu halten, sondern möchten darüber hinaus neue soziale Projekte mit Vorbildfunktion ins Leben rufen. Weiterentwicklung heißt für uns auch, am christlichen Profil unserer Einrichtungen zu arbeiten.


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Ist ein Leben im Orden nicht ziemlich langweilig?

Für uns Barmherzige Brüder ist das Leben genauso abwechslungsreich wie für viele andere Menschen: So geht zum Beispiel jeder von uns einem Beruf im Sozialbereich nach, um sich aktiv an der Verwirklichung unserer Ziele zu beteiligen.

Daneben haben auch die Spiritualität, das Gebet und die persönlichen Aufgaben innerhalb des Gemeinschaftslebens ihren festen Platz in unserem Tagesablauf. Aber natürlich finden wir auch Zeit für Freizeitaktivitäten und Hobbys.


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Was ist eigentlich das Besondere am Orden der Barmherzigen Brüder?

Das Gelübde der Hospitalität, oder anders gesagt, das Versprechen, offen zu sein für die Not der Menschen. Konfession, Nation und Herkunft der Betroffenen spielen dabei keine Rolle. Wir glauben, dass jeder Mensch Anspruch auf Zuwendung, Betreuung und Pflege in seiner Armut und Krankheit hat - ebenso wie auf einen würdigen Tod. Wir sind eine Gemeinschaft von Brüdern, deren vorangiges Ziel die Pflege und Betreuung von kranken, alten, behinderten Menschen und anderen Randgruppen, wie beispielsweise obdachlosen Menschen, ist.


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In welchen Berufen arbeiten die Barmherzigen Brüder?

Jeder Bruder macht zunächst eine Ausbildung als Krankenpfleger oder Heilerziehungspfleger, danach können wir auf dieser Basis ein Studium oder Fort- und Weiterbildungen absolvieren. Nahezu jeder Beruf, der unserer Arbeit im Sozialwesen zugute kommt, kann somit erlernt werden. Zur ganzheitlichen Betreuung der uns anvertrauten Menschen gehört natürlich auch die seelsorgerische Begleitung. Dementsprechend können berufene Mitbrüder zum Priester geweiht und als Seelsorger in unseren Einrichtungen tätig werden.


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Wie stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ihrem Kollegen - dem Barmherzigen Bruder?

Vermutlich genauso wie zu anderen Mitarbeitern und Vorgesetzten auch. Häufig besteht anfangs Unsicherheit darüber, ob man mit einem Ordensmann ganz normal über die Dinge des täglichen Lebens reden und über die gleichen Sachen lachen kann. Sind die ersten Unsicherheiten erst einmal überwunden, entsteht oft ein sehr herzliches Verhältnis zwischen den Brüdern und den Mitarbeitern.


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Wie viel freie Zeit bleibt einem Barmherzigen Bruder?

Genug, um eigenen Interessen nachzugehen. Für die meisten Brüder sind es zum Beispiel immer die Abendstunden, die ihnen ganz persönlich gehören. Der Sonntag bietet - mehr als die Wochentage - Zeit und Ruhe für den Gottesdienst, das Gebet und die Gemeinschaft, aber auch für die Erholung.

 


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