DIE EINRICHTUNGEN IN JAPAN
Anlässlich des Heiligen Jahres 1950 besuchte der Bischof von Osaka Paul Tagutschi Rom und hatte dabei auch einen Termin beim Generalprior der Barmherzigen Brüder auf der Tiberinsel. Er bat um die Entsendung von Ordensbrüdern in seine Diözese Osaka. Pater General Ephrem Blandeau entsprach dieser Bitte und übertrug der Bayerischen Ordensprovinz dieses Missionsgebiet im Fernen Osten. Im Juni 1951 gingen bereits die ersten Brüder Frater Bosco Würzburger und Frater Kupertin Ederer in Genua an Bord. In Japan angekommen, waren sie mehrere Wochen Gäste bei Bischof Tagutschi.
Die Missionare konnte in Kobe-Suma Grundstück mit großem Wohnhaus erwerben. Der Konvent erhielt am 2. Oktober 1952 die kanonische Bestätigung. 1953 folgten weitere drei Brüder. Ursprünglich dachte man an die Errichtung eines Krankenhauses, entschloss sich aber dann für ein Erholungsheim (Kneippkur) für Missionare. Für diesen Zweck musste das Haus 1953 umgebaut werden.
Beim Provinzkapitel 1987 wurden die beiden Einrichtungen in Japan zu einer Provinzdelegatur mit dem Patronat des hl. Richard Pampuri erhoben.
Die prägenden Brüder für die japanischen Konvente waren Frater Bosco Würzburger und Frater Ägidius Lutter. Beide sind in Japan gestorben und auch dort im Urnenhaus in Kobe-Suma beigesetzt.
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Kobe-Suma
Auf Wunsch der Stadt Kobe wurde ein Pflegeheim errichtet. Dazu war auch eine neue Auffahrtsstraße notwendig. Der Spatenstich für diese Maßnahmen war am 6. November 1962. Am 24. Oktober 1966, dem Fest des heiligen Erzengels Rafael, fand die feierliche Eröffnung statt. Die Einrichtung für psychisch und geistig behinderte Menschen verfügt über eine Kapazität von 50 Plätzen.
Für die Mitarbeiter des Hauses konnte 1976 ein Personalwohnheim errichtet werden. Ebenfalls in diesem Gebäude untergebracht wurden verschiedene Werkstätten und Garagen. 1978 wurde ein Neubau für eine Werkstatt für Behinderte erstellt, da das Provisorium in der Einrichtung nicht mehr vertretbar war.
Für die Mitarbeiter des Hauses konnte 1976 ein Personalwohnheim errichtet werden. Ebenfalls in diesem Gebäude untergebracht wurden verschiedene Werkstätten und Garagen. 1978 wurde ein Neubau für eine Werkstatt für Behinderte erstellt, da das Provisorium in der Einrichtung nicht mehr vertretbar war.
Ein verheerendes Erdbeben am 17. Januar 1995 zerstörte das Konventgebäude und machte die Behinderteneinrichtung unbewohnbar. Bereits im Sommer wurde mit den Neubauten begonnen, die im Juli 1996 eingeweiht werden konnten. Eine Spendenaktion in Bayern unterstützte die Brüder beim Neubeginn.
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Kobe-Kita
Immer wieder wurde die Gründung einer zweiten Niederlassung in Kobe erwogen. 1970 war es so weit. In Ogo, etwa 50 Kilometer von Kobe entfernt, wurde ein geeignetes Grundstück erworben. Bis zur Einweihung einer zweiten Einrichtung für Menschen mit Behinderung sollten allerdings noch Jahre vergehen. Am 1. August 1988 fand die Einweihung statt. Die neue Niederlassung hat ebenfalls ein Angebot von 50 Plätzen.
Zur Unterstützung der Brüder konnte 1996 ein Konvent der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul eröffnet werden.
Tarumi kum
Auf Bitten der Stadt Kobe haben die Brüder 1998 die Betriebsträgerschaft für ein Tageszentrum in Tarumi kum übernommen. Die Eröffnung war am 3. September. Es stehen 80 Plätze für geistig und körperlich behinderte Menschen zur Verfügung.
Websites der Barmherzigen Brüder in Japan (in japanischer Sprache):


